BIP nach Malte Nelles
BIP " Beziehungsintegrationsprozess" nach Malte Nelles
Beschreibung
Eine dauerhafte Paarbeziehung gehört zu den größten Herausforderungen, denen wir uns im Leben stellen können. Wer sich innerlich darauf einlässt, bleibt nicht derselbe, der er ist. Hierin liegen die großen persönlichen Wachstumschancen für jeden Partner begründet, aber auch die Schmerzen, die dieser Prozess der Reibung beiden abverlangt. Der Beziehungsintegrationsprozess (BIP) ist ein Aufstellungsverfahren, mit dem sich diese Wachstumskräfte und die Einzigartigkeit einer Paarbeziehung bildlich sehen, emotional erfahren und, wo dies möglich ist, geistig verstehen lassen. In der Aufstellungsarbeit mit dem BIP bewegen wir uns auf zwei Kraftlinien, die das Geschehen in der Paarbeziehung prägen: Die erste Kraftlinie ist die des Grundkonfliktes zwischen der Treue zu sich selbst und der Treue zum Zusammensein mit dem Partner. Wer sich selbst in einer Beziehung verleugnet, wird in nicht mehr leuchten in seiner Einzigartigkeit . Wer nur auf sich selbst schaut, kann sich nicht auf ein Gegenüber einlassen. In einer Paarschaft zu sein bedeutet die Quadratur des Kreises zu leben, gleichzeitig sich selbst treu zu sein und zur selben Zeit der Beziehung, die man führt. Die zweite Kraftlinie im BIP ist die der Zeit. Wir alle nehmen vieles aus der Vergangenheit mit. Manches gibt uns Kraft, manches erfahren wir als seelische Narben. Gleichzeitig ist jede Beziehung mehr als die Summe von zwei Menschen und deren persönlichen und gemeinsamen Erfahrungen. In jeder Liebe wirkt ein Drittes, ein sich entfalten wollendes, in die Zukunft gerichtetes Potential, das durch die Verbindung zweier Menschen etwas ganz Eigenes entstehen lassen. In der Praxis erleben wir Aufstellungen mit dem BIP als Kontemplation über die Paarbeziehung. Da der Prozess ein großes Bild eröffnet, versteht es sich von selbst, dass es nicht darum geht, z.B. auftauchende Kindheitstraumata zu bearbeiten oder gar zu „lösen“, sondern diese zu sehen und sich mit diesen vom Partner seelisch nackt sehen zu lassen. Die Erfahrung mit dem BIP hat gezeigt, dass dies eine grosse Intimität stiftet. Der eigentliche Fokus des Aufstellungsgeschehens wendet sich daher immer wieder den realen Partnern und dem Geschehen zwischen ihnen zu. Der BIP selber läuft wie die Arbeit mit dem Lebensintegrationsprozess ohne die Formulierung eines spezifischen Anliegens ab (dies schließt auch das nicht selten formulierte Anliegen ein, dass man seine Beziehung retten möchte).


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